Der Gartenrotschwanz

Gartenrotschwanz (Phoenicurus Phoenicurus)

Klasse: Vögel  |  Ordnung: Sperlingsvögel  |  Unterordnung: Singvögel

Familie: Fliegenschnäpper  |   Unterfamilie: Schmätzer  |  Gattung: Rotschwänze  |  Art: Gartenrotschwanz

 

Wie die Bezeichnung des Singvogels bereits ankündigt, lässt sich der Gartenrotschwanz in erster Linie mit Hilfe seiner rostroten Schwanzfedern bestimmen. Auch die Brustpartie und der Bürzel tragen diese Farbe. Beide Flanken erscheinen zumeist etwas heller. Die Flügel sind braun, der Unterbauch weiß und Oberkopf, Nacken und Rücken schimmern gräulich. Im Prachtkleid präsentieren sich Gartenrotschwänze am kontrastreichsten, wobei die Weibchen generell etwas blasser gefärbt sind. Die Männchen unterscheiden sich aber auch noch mit ihrem auffallenden schwarzen Gesichtsfeld, das bis zur Kehle reicht. Darüber befindet sich ein weißer Überaugenstreif. Die Singvogelart erreicht eine Körperlänge bis 14,5 cm.

 

Das Verbreitungsgebiet des Gartenrotschwanzes erstreckt sich über die gesamte gemäßigte Zone und schließt die mediterrane Zone ein. Als Höhlen- und Halbhöhlenbrüter sind Gartenrotschwänze in der freien Natur auf Bäume mit  Astlöchern oder anderen Aushöhlungen angewiesen. Da derartige Bestände stark zurückgegangen sind, nimmt der Gartenrotschwanz gerne Nistkästen an, die idealerweise ein ovales Einflugloch besitzen, damit sie zumindest einen schwachen Lichteinfall gewähren. Es findet meist nur eine einzige Jahresbrut statt, die aus einem Gelege von etwa 6 Eiern besteht. Sträucher und dicke Krautschichten im Umfeld des Nistkastens garantieren genug Nahrung, denn dort verstecken sich viele Kleinlebewesen.

 

Weil sich der Gartenrotschwanz ausschließlich von Insekten, Spinnen, Schnecken, Asseln und Würmern ernährt, muss er den Winter in wärmeren Gefilden verbringen. Bereits im August treten die ersten Vögel ihre lange Flugreise zu den afrikanischen Savannen südlich der Sahara an.