Die Kohlmeise

Kohlmeise (Parus Major)

Klasse: Vögel  |  Ordnung: Sperlingsvögel  |  Unterordnung: Singvögel

Familie: Meisen  |   Gattung: Parus |  Art: Kohlmeise

 

Die dunkelblaue, nahezu schwarze Haube unterscheidet die Kohlmeise von der Blaumeise. Die Artbestimmung gelingt auch noch anhand des schwarzen, vertikal verlaufenden Brustbandes und der schwarzen Umrandung am Hals. Die Wangen der Kohlmeise sind weiß, die Flügel blau-grün und die Bauchseiten schwefel- bzw. zitronengelb. Der etwa 13 mm lange Schnabel verfügt über einen beige-braunen bis schwärzlichen Farbton. Die Kohlmeise ist mit bis zu 15 cm Körperlänge etwas größer als die Blaumeise.

In nahezu ganz Europa fühlen sich Kohlmeisen wohl, lediglich auf Island, den nordatlantischen Inselgruppen sowie in Nordskandinavien und Nordrussland sind sie nicht anzutreffen. Als bevorzugte Habitate gelten Laub- und Mischwälder mit alten Baumbeständen, die viele natürliche Bruthöhlen bieten. Kohlmeisen nehmen als Alternative gerne Nistkästen in Gärten an und halten sich in deren Nähe auf. Männchen weisen ein kräftig glänzendes Gefieder auf, während beim Weibchen die Farben etwas blasser wirken und das Brustband nicht so ausgeprägt ausfällt.

 

Nistkästen, die für Kohlmeisen bestimmt sind, sollten mit einem etwas größeren Einflugloch (32 mm Durchmesser) ausgestattet sein. Während der Brutzeit zwischen Mai und Juni legt das Weibchen zweimal hintereinander jeweils ein Gelege mit sieben bis zwölf Eiern.

 

Im Sommer ernähren sich Kohlmeisen von Insekten, Spinnen, Raupen und Larven. Mit ihrer Vorliebe für Blattläuse zählen sie im Garten zu den Schädlingsbekämpfern. Den Winter verbringen Kohlmeisen in der Regel an ihrem angestammten Territorium. Im Vogelfutterhaus bedienen sie sich an fetthaltigen Sämereien und Nüssen.