Der Trauerschnäpper

Trauerschnäpper (Ficedula Hypoleuca)

Klasse: Vögel  |  Ordnung: Sperlingsvögel  |  Unterordnung: Singvögel

Familie: Fliegenschnäpper |   Unterfamilie: Schätzer  | Gattung: Ficedula  |  Art: Trauerschnäpper

 

Es hat tatsächlich den Anschein, als würde der Singvogel Trauer tragen, zumindest die Männchen, denn bei ihnen präsentieren sich Rücken, Flügel, Schwanz und Oberkopf in einem tiefen Schwarz und Bauch und Kehle im makellosen Weiß. Typisch für das Trauerschnäppermännchen sind auch noch die länglichen, weißen Flecken auf den Flügeln und der weiße Punkt direkt über dem Schnabel. Die Weibchen unterscheiden sich mit einer braunen Oberseite und den fehlenden weißen Zeichnungen auf Stirn und Flügel. Das Verbreitungsgebiet der bis zu 13 Zentimeter lang werdenden Trauerschnäpper erstreckt sich über Nord- und Mitteleuropa.

 

Laub- und Mischwälder haben die Trauerschnäpper als ihr Refugium auserkoren. Sie fühlen sich jedoch auch in Grünanlagen und Gärten sehr wohl, Hauptsache es stehen genug Bruthöhlen zur Verfügung. Weil es jedoch vielerorts an geeigneten Nistplätzen mangelt, stellen Nistkästen mit einem Einflugloch von etwa 35 mm einen gern angenommenen Ersatz dar. Ein Gelege umfasst zwischen 5 und 8 hellblau gefärbte Eier.

 

Trauerschnäpper sind Zugvögel, die alljährlich im Herbst zu einer Reise ins tropische Afrika aufbrechen. Demzufolge können sie sich ganzjährig von Insekten ernähren, die sie entweder im Flug oder in Lauerstellung aufschnappen, was den Namen der Singvögel erklärt. Im Sommer und im frühen Herbst naschen Trauerschnäpper auch gerne an reifen Beeren und anderem Obst.