Der Grünspecht

Grünspecht (Picus Viridis)

Klasse: Vögel  |  Ordnung: Spechtvögel  |  Familie: Spechte

Unterfamilie: Echte Spechte  |   Gattung: Pikus  |  Art: Grünspecht

 

Der Grünspecht macht seinem Namen alle Ehre, denn sowohl der Oberkörper als auch die Flügeldecken besitzen ein dunkles Olivgrün. Die gräuliche Unterseite und der gelbe Bürzel heben sich farblich davon ab. Sehr markant wirkt die rote Kappe, die den Oberkopf von der Stirn bis zum Nacken überzieht. Die schwarze Gesichtsmaske reicht von den Augen bis zum kräftigen Schnabel. Nur die Männchen tragen einen länglichen roten Fleck an den Wangen. Grünspechte erreichen eine Körperlänge bis zu 31 cm.

 

Nahezu in ganz Europa ist der Grünspecht vertreten, nur hoch im hohen Norden kommt er nicht vor. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich auch noch bis zum Kaukasus. Der Grünspecht zieht lichte Laubwälder dichten Nadelwäldern vor. Darüber hinaus zählen Waldränder, Streuobstwiesen, Parks und große Gärten zu seinen Lebensräumen. Für die Aufzucht der Jungen werden Baumhöhlen genutzt oder neue Bruthöhlen aus alten Bäumen gemeißelt. Ein Gelege besteht aus 5 bis 7 weißen Eiern. Wenn es an natürlichen Nistgelegenheiten mangelt, nehmen Grünspechte auch größere Nistkästen mit einem Schlupfloch von 50 bis 60 mm an.

 

Der Grünspecht ernährt sich von Insekten, Spinnen und vor allem von Ameisen, die er überwiegend auf dem Boden sucht. Mit Hilfe seiner langen Zunge kann er die Tiere aus langen Gängen hervorholen. Spechte werden zu den Gemischtfressern gezählt, weil sie sich nicht nur von tierischer Kost ernähren. Im Winter bevorzugen Grünspechte ölhaltige Samen und Haselnüsse.