Die Haubenmeise

Haubenmeise (Lophophanes Cristatus)

Klasse: Vögel  |  Ordnung: Sperlingsvögel  |  Unterordnung: Singvögel

Familie: Meisen  |   Gattung: Lophophanes |  Art: Haubenmeise

 

In gewisser Weise ähnelt die Haubenmeise der Blaumeise, zumindest was die Körperform und das dunkle Halsband betrifft. Als markantes Kennzeichen tritt allerdings der Federschopf in Erscheinung. Die Haube besitzt eine schwarz-weiße Musterung mit leichter Biegung nach vorne. Die Augenbinden, die bei der Blaumeise gerade verlaufen, weisen bei der Haubenmeise eine mondsichelartige Form auf. Flügel, Oberseite und Schwanz sind graubraun, die Unterseite gräulich-weiß und Kopf und Hals besitzen eine weiße Grundfärbung. Die Randbereiche zu den Flügeln und zum Schwanz schimmern leicht bräunlich. Die Körperlänge einer Haubenmeise beträgt etwa 11,5 cm.

 

Weil sich Haubenmeisen vorwiegend an Koniferenzapfen verköstigen, halten sich die Singvögel überwiegend in Nadel- oder Mischwäldern auf. Das Verbreitungsgebiet der Haubenmeisen erstreckt sich über ganz Europa, die Taiga- und Tundrazonen hoch im Norden ausgenommen. Parks und Gärten sind willkommene Ersatzhabitate, vorhandene Nadelbaumbestände vorausgesetzt. Haubenmeisen ziehen gerne in bereitgestellte Nistkästen mit einem Einflugring von 28 mm im Durchmesser ein. Aus Stammholz hergestellte Nistmöglichkeiten werden allgemein bevorzugt. Ein Haubenmeisen-Paar zieht alljährlich etwa 5 bis 8 Jungen in einer einzigen Jahresbrut groß.

 

Bis zum Spätsommer zählen Gliederfüßer zur Lieblingsnahrung von Haubenmeisen. Sind die Früchte an den Nadelbäumen endlich reif, folgt eine gravierende Umstellung des Speiseplans. Für die Winterfütterung eignet sich Fettfutter in der Form von Meisenknödeln sehr gut. Kleingehackte Erd- und Haselnüsse sowie Sonnenblumenkerne werden von Haubenmeisen ebenfalls nicht verschmäht.