Der Haussperling ("Spatz")

Haussperling (Passer Domesticus)

Klasse: Vögel  |  Ordnung: Sperlingsvögel  |  Unterordnung: Singvögel

Familie: Sperlinge  |   Gattung: Passer |  Art: Haussperling

 

Der Haussperling oder Spatz hat fast die ganze Erde zum Siedlungsgebiet erklärt. Lediglich die Tropen lässt er außen vor. Als Kulturfolger schloss er sich schon vor 10.000 Jahren dem Menschen an. Er bleibt mit 15 cm Körperlänge verhältnismäßig klein, wird aber dennoch größer als sein naher Verwandter, der Feldsperling. Oberkopf und Flügel besitzen eine braune Färbung, der hellere, aschgraue Bauch steht dazu im Kontrast. Die Haussperling-Männchen sind an den Flügeln noch zusätzlich mit einigen schwarzen Federn ausgestattet. Der schwarze Brustlatz, der schwarz untermalte Rücken und der blaugraue Scheitel sind weitere Kennzeichen männlicher Tiere.

 

Die Haussperlinge passten sich dem Stadtleben perfekt an. Versteckte Winkel unter Hausdächern dienen ihnen als Brutplätze. Moderne Gebäudesanierungen, die ein Haus komplett versiegeln, lassen allerdings keine Unterschlupfmöglichkeiten für Spatzen mehr zu. Deshalb wurden geeignete Nistgelegenheiten rar. Ein gern angenommener Ersatz sind Spatzenkästen. Da Haussperlinge gerne in Gesellschaft brüten, dürfen die Behausungen gerne mehrstöckig sein oder wie Reihenhäuser direkt nebeneinanderliegen. Die Einfluglöcher sollten jeweils einen Durchmesser von 35 mm aufweisen.

 

Haussperlinge ziehen von April bis August zwei bis vier Bruten groß, wobei jedes dieser Gelege aus etwa fünf Eiern besteht. Eigentlich sind Spatzen Allesfresser, sie ernähren sich jedoch hauptsächlich von Körnern sowie Gräser-, Binsen- und Kräutersamen. Die Jungtiere, die noch kein Körnerfutter vertragen, bekommen von ihren Eltern Maden, Raupen und Insekten. Zur Winterfütterung eignen sich alle Arten von Samen und Körnern.